Dienstag, 20. August 2019

Erzbistum der russisch-orthodoxen Gemeinden in Westeuropa (Rue Daru, Paris)

 Tatsächlich tobt momentan ein kirchenpolitischer Machtkampf: Die Menschen kämpfen scheinbar um Ansehen, Größe, Einfluss und Vormachtstellungen - und all das hat Jesus Christus vorhergesehen, man möge die bekannten Stellen in den Evnagelien nachlesen. Erbittert wird zur Zeit um Quoten gerungen im nicht mehr existierenden "Exarchat russischer Tradition in Westeuropa", dem jetzigen "Erzbistum russisch-orthodoxer Gemeinden in Westeuropa". Es ist nicht jedermanns Sache, an solchen Diskussionen teilzunehmen; Quoten, Gemeindeanzahl und Gemeindegröße sind eher Anhaltspunkte für die Lokalpolitik und dürfen daher niemals missbraucht werden, um die Kirche Christi zu "bewerten" oder um Chancen auszurechnen, wie man am besten überleben kann. Der Herr der Kirche ist die einzige und einzig wirkliche Chance, das Überleben zu sichern; vielmehr noch: Er wird alle Krankheiten und allen Hass heilen! Städte und Metropolen werden fallen und vergehen, wie auch das Konstantinopel Konstantins und seiner Nachfolger vergangen ist und niemals wieder sein wird. Auch das heilige Moskau des Zaren wird es nicht mehr geben. Das alles ist gut und beruhigend, denn die Kirche braucht weder Konstantinopel, noch Jerusalem, noch Moskau, noch Bukarest, noch Sophia, noch irgendeine der Metropolen, um Christi Leib zu sein und zu bleiben. Das einzig Notwendige für sie sind die Menschen - wenige oder viele, das ist völlig egal!
Hier einige lesenswerte Initiativen, die versuchen, verlorenes kirchliches Denken in die Diskussion einzubringen, wie die Zukunft des Erzbistums der russisch-orthodoxen Gemeinden in Westeuropa weitergehen könnte, wenn man bereit ist, die Freiheit Christi zu wählen, nicht die der (doch allzu trügerischen!) weltlichen Mächte:
- Unterstützung für Erzbischof Johannes von Chariopolis.
- Offener Brief des engl. Priesters Vater Timothy Curtis.

Keine Kommentare:

Kommentar posten