Samstag, 21. Dezember 2013

Baldige Kanonisation hl. Athoniten

An mehreren Orten im Netz - so etwa HIER - tauchen offiziöse Informationen darüber auf, dass in Kürze einige bekannte Athos-Mönche kanonisiert werden: Zuerst betrifft das V. Paissios, wenig später schließlich die Väter Amphilochios (von Patmos), Sophrony (Schüler des hl. Siluan und Gründer verschiedener Klostergemeinden) und Ephräm (von Katunakia). Die Kanonisation von V. Joseph, dem Hesychasten, wird ebenfalls erwartet.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

De adventu Domini - Ewiges Gedenken

Was heißt "Advent", was kann die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest bedeuten? Es ist wohl die spannungsgeladene Erwartung der Geburt Christi als Mensch und Gott aus der Gottesmutter, die dieser Zeit - mag sie nun länger oder kürzer sein - ihren eigentümlichen Charakter verleiht. Ohne die drängende Erwartung bleibt das Weihnachtsfest ein routinemäßiges liturgisches Hochfest,

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Hl. Spiridon von Trimythont und der Friede Christi

Vigil in der Skite von Mourmelon...
Am 12. Dezember gedenkt die Kirche des hl. Bischofs Spiridon von Trimythont, eines Hirten im eigentlichen Sinne des Wortes, dem im beginnenden 4. Jahrhundert auch der Hirtendienst einer Diözese übertragen wurde. Es ist auch der vierzigste Tag nach dem Tod von M. Olga von Bussy-en-Othe.
Sonderbarerweise erscheinen Entscheidungen, mögen sie noch so gravierend und wichtig sein, im Licht der persönlichen Berufung manchmal ganz anders, als erwartet.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Erzbischof Job von Telmessos - Bischofsweihe


Das französischsprachige Nachrichtenportal "www.orthodoxie.com" hat gestern Abend schon die Photogalerien zur Bischofsweihe von Erzbischof Job von Telmessos HIER zugänglich gemacht (daraus das obige Photo). Ebenfalls veröffentlicht wurde das erste Pastoralschreiben von Erzbischof Job auf der Seite des Erzbistums (russ., franz., engl.). Ad multos annos!

Samstag, 30. November 2013

Der hl. Andreas, der Erstberufene

Der See von Galiläa mit Blick über Kapharnaum nach Bethsaida

Der Festtag des hl. Apostels Andreas ist in diesem Jahr auch der Weihetag von Erzbischof Job von Telmessos, der mit der Leitung des Exarchats der russisch-orthodoxen Gemeinden in Westeuropa betraut wurde. Ein Apostelfest ist immer auch eine Erinnerung an das Geschenk des Glaubens: Die Menschwerdung Gottes und das Leben des Herrn zusammen mit den Aposteln und Jüngern sind für uns ein Vorbild, wie wir leben sollen. Die Gemeinschaft der Heiligen ist Gott sei Dank herausgenommen aus der trocken berechenbaren Zeit. Daher können die Christen ihre Herzen ausrichten auf das Wesentliche,

Freitag, 29. November 2013

Notre-Dame de l'Atlas in Tibhirine

Wie die Webseite des Ordens meldet, wurde Dom Thomas Georgeon (La Trappe) auf Vorschlag von Generalabt Eamon und seinem Rat von Erzbischof Bader von Algier zum Postulator des Kanonisationsprozesses von Bischof Pierre Claverie und achtzehn Gefährten (darunter auch unsere sieben Mitbrüder von Tibhirine) ernannt.
Eine Meldung ohne weltbewegende Auswirkungen, könnte man sagen - doch in einer Welt, in der bedeutende Klöster und Kirchen staatlicherseits in Moscheen umgewandelt werden (wie in der Türkei aktuell z.B. das berühmte Studion-Kloster), weil sie irgendwann einmal aus christlicher Hand in die muslimische übergegangen sind, bleibt das Ausrufungszeichen des christlichen Bekenntnisses ungeheuer wichtig. Scheinbar ist die aufgeklärte und unaufgeklärte Welt noch nicht so weit, Machtspiele und Machtvergleiche zu entlarven und zu demaskieren. Wer größer und stärker und mächtiger sein will als sein Mitmensch, der sollte sich fragen, wann er damit beginnen möchte, als Mensch zu denken und zu handeln.  

Freitag, 22. November 2013

Campus Galli, Illusion und Wissenschaft

Als ein mit den Herausforderungen von Mönchtum, Wissenschaft und Verlagswesen Vertrauter ist mir das Projekt des "Campus Galli" schon seit längerer Zeit bekannt. Und natürlich verfolge ich - halbherzig, ich gebe es zu - die Diskussionen im Netz. Seit Eröffnung der Baustelle im Juni d.J. schlängele ich mich durch die teils nur schwer lesbaren Kommentare der Gegner und Befürworter des Projekts und lese interessiert die fundierteren Reflexionen - vor allem im Blog des Hiltibold. Ein Wörtchen mit besonderer Sprengkraft ist mir dort hängengeblieben: "desillusioniert".
Nun hat mich in meiner Karriere vor allem eines immer stark gebremst, nämlich das Klischee. Sobald sich Klischees auftaten, brauchte es Stunde um Stunde an Arbeitskraft und Quellenstudium, um eben jenes Schubladendenken zu entkräften.