vor 6 Jahren
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Montag, 31. März 2014
Hl. Mutter Maria Skobtsov, + 31. März 1945 in Ravensbrück
Mutter Maria Skobtsov wurde 1945 in Ravensbrück ermordet. Ihr Festtag am 31. März ruft die vielen anderen Blutzeugen in Erinnerung, deren irdisches Leben durch großes Leid und letztendlich durch den Tod vollendet wurde. Im Monat März starb ein anderes Zeuge, der röm. Kardinal und Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen. Als vehementer Gegner des Nationalsozialismus stand er vor dem Dilemma, die gottlose Lehre der Staatsmacht geißeln zu müssen, einer Staatsmacht allerdings, der er sich durch seine aufrichtige Erziehung verpflichtet sah. Für ihn war das innere Ringen verzehrend, das seinen heftigen Protest gegen die Ermordung Unschuldiger begleitete. Nur die Treue seiner Gläubigen und vieler Menschen auch außerhalb Westfalens bewahrte ihn vor dem Zugriff der Nationalsozialisten und vor dem Tod. Die hl. Mutter Maria und der Bischof Clemens August Graf von Galen hätten unterschiedlicher nicht sein können - die russische Adlige, deren ruheloses Leben erst im Tod seine monastische Erfüllung fand, und der westfälische Graf, der in bodenständiger Verwurzelung auf alten Traditionen vor schweren Entscheidungen nicht zurückwich: beide haben sie in ihrem Leben nur Gott im Blick gehabt, in dem die Menschen in ihrem Leid erst wirklich whrgenommen werden können.
In der heutigen Zeit braucht es den Rückblick auf die Heiligen und auf die Widerständler, die vor der ruhelosen Oberflächlichkeit ihr energisches "Halt!" rufen. Das zu erkennen, erfordert oft Mut und Aufrichtigkeit.
Montag, 16. September 2013
Hl. Alexander Schmorell : * 16. September 1917 - + 13. Juli 1943
"Moinillon" versäumt es nie, auf seiner französischsprachigen Seite an wichtige Gedenktage zu erinnern. Heute verweist er auf den hl. Alexander Schmorell, einen Mitbegründer der "Weißen Rose", der heute 96 Jahre alt würde. Im Jahre 1943 wurde er in der nazionalsozialistischen Diktatur enthauptet, im Jahre 2012 in der russ. Kathedrale in München kanonisiert. Die Biographie des hl. Alexander Schmorell ist ein Spiegelbild seiner Epoche: Der Vater deutschstämmiger Protestant und Arzt mit Wohnsitz in Orenburg (Russland), die Mutter Russin, Tochter eines russischen Gemeindepriesters, die Stiefmutter in Russland wohnende Deutsche und Katholikin. Mit vier Jahren emigriert die Familie aus dem bürgerkriegsgeschüttelten Russland. Alexander beginnt später in München ein Medizinstudium, leistet seinen Arbeitdiensteinsatz, wird während des Krieges Soldat, kämpft in Frankreich und Russland. Mit Kommilionen gründet er den Widerstandskreis, den sie die "Weiße Rose" nennen.
Mit seinen Gesinnungsgenossen wird der hl. Alexander durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Mitglieder der "Weißen Rose" haben sich damals weder durch die gewandten und aggressiven Worthülsen der Nazi-Größen, noch durch ihre Aufrichtigkeit - d.h. zum Beispiel: ihre Loyalität zur "rechtmäßigen" Autorität - in ihrer Klarsichtigkeit beeinflussen lassen. Erst die späteren Generationen konnten ermessen, wie echt und solide die Loyalität der Widerstandsbewegung war. Hinter jener Selbstlosigkeit und Liebe zur Heimat kann heutiges Wahlkampfgetöse nur verblassen und wird jedes der - sowieso größtenteils austauschbaren - Parteiprogramme zum wortreichen Phrasenkonglomerat. Wo Geld und Macht mehr zählen als Loyalität, zerbricht notwendigerweise das, was man heute wohl Sozialstruktur nennen würde: die Gemeinschaft von Menschen, die miteinander leben und notfalls auch füreinander sorgen.
Mit seinen Gesinnungsgenossen wird der hl. Alexander durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Mitglieder der "Weißen Rose" haben sich damals weder durch die gewandten und aggressiven Worthülsen der Nazi-Größen, noch durch ihre Aufrichtigkeit - d.h. zum Beispiel: ihre Loyalität zur "rechtmäßigen" Autorität - in ihrer Klarsichtigkeit beeinflussen lassen. Erst die späteren Generationen konnten ermessen, wie echt und solide die Loyalität der Widerstandsbewegung war. Hinter jener Selbstlosigkeit und Liebe zur Heimat kann heutiges Wahlkampfgetöse nur verblassen und wird jedes der - sowieso größtenteils austauschbaren - Parteiprogramme zum wortreichen Phrasenkonglomerat. Wo Geld und Macht mehr zählen als Loyalität, zerbricht notwendigerweise das, was man heute wohl Sozialstruktur nennen würde: die Gemeinschaft von Menschen, die miteinander leben und notfalls auch füreinander sorgen.
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Widerstandsbewegung
Samstag, 20. Juli 2013
20. Juli und Verantwortung
| Briefmarke zum 10. Jahrestag des Attentats vom 20. Juli 1944 (Wikimedia commons) |
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